Tantra
Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterfahrung

Fragen zu Tantra und unseren Seminaren

Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit Tantra im Allgemeinen und unseren Veranstaltungen im Besonderen.
Hast du eine Frage, die dich bewegt? Schreib uns doch eine e-mail!

» Vor einem Seminar

Wie läuft so ein Seminar eigentlich ab?

Es besteht aus einer Reihe von Übungen, bei denen du immer wieder eingeladen bist, einen Schritt näher zu dir selbst zu machen.
Wir arbeiten z.B. mit Meditationen, Atemübungen, Berühr-Übungen, Ritualen, Spielen, Bewegung, Tanz, Bioenergetik, Mantren, Körperarbeit, Überraschungseffekten, schamanischen Elementen, Entspannungsübungen - allem, was hilfreich ist, um dem fühlenden, vergnügten, vertrauensvollen Wesen in uns eine Türe zu öffnen.
 

Welches Ziel wird bei den Seminaren verfolgt?

Das, welches du dir steckst.
Du möchtest leichter auf andere zugehen können? Oder eher weniger auf andere denn auf dich selbst schauen? Beides ist möglich.
Du willst dich von drückenden Zwängen befreien oder lieber mehr Konsequenz erlernen?
Beides ist drin.
Du weißt dass du mehr Erdung brauchst - oder, im Gegenteil, möchtest höhere Energiezustände erforschen? Jup - wir liefern.
Das Ziel bist du. Wir begleiten dich dabei, so weit du es willst.
 

Was passiert nun wirklich bei einem Tantra-Seminar?

Das kommt ganz auf die Stufe des Seminars an.
In den Seminaren (Basisseminar, Höhenflug) erlernen wir das Einander-Begegnen auf der Herzebene, machen Übungen zur Steigerung der körpereigenen Energien, experimentieren mit den Energieflüssen in unserem eigenen Körper, machen uns Körperbereiche bewußt, in denen die Energie nicht frei fließen kann, lernen, durchlässiger zu werden, üben, unsere feinstofflichen Energien mit einem Partner/ einer Partnerin zu verbinden, fragen uns, was Frau-Sein und Mann-Sein bedeutet,... lauter Dinge also, die handfesten Nutzen im Alltag bringen und zu einem Gutteil dem Bereich der Selbsterfahrung angehören.
ab dem Jahrestraining  Der Große Bogen wenden wir uns verstärkt einerseits der spirituellen Seite der Energien zu, die wir feiner und gezielter zu lenken üben, andererseits auch dem "Handwerkszeug", sprich den Methoden zur bewußten Lust- und damit Energiesteigerung. Hier öffnet sich die Tür zum eigentlichen Tantra, und du beginnst, die Spielregeln des Lebens zu durchschauen.
Die im Jahrestraining enthaltenen Seminare ( Die Welle, Maithuna) führen stufenweise die Leiter der spirituell-sexuellen Erlebnisfähigkeit hinauf. Das Leben im Alltag wird dadurch verblüffenderweise immer einfacher und gleichzeitig spannender!
 

Brauche ich für die Seminare einen Partner?

Nein.
Wir achten darauf, dass die Anzahl von Frauen und Männern so verteilt ist, dass die Gruppenarbeit sinnvoll stattfinden kann und eine ungefähr ausgeglichene weibliche und männliche Energie gewährleistet ist.
 

Was bringt mir Tantra, wenn ich derzeit keinen Partner habe?

Tantra bietet dir in erster Linie einen Wachstumsprozess für dich persönlich und unabhängig von eventuell vorhandenen Partnern. In zweiter Linie können sich dadurch auch die Begegnungen zum anderen Geschlecht positiv verändern und vieles wird möglich, was vorher undenkbar schien.
Du kannst also Tantra als Investition in künftige, harmonischere Beziehungen ansehen :-).
 

Ich habe mich verliebt! Wozu soll ich denn da noch kommen?!

Es stimmt schon, dass am Anfang einer Liebe alles so wundervoll ist, dass keine Zeit und auch keine Gedanken an eine gemeinsame Weiterentwicklung bleiben. Wozu auch - es ist doch alles perfekt!
Andererseits: Wenn ihr beide an einer persönlichen Entwicklung interessiert seid, gibt es kaum einen besseren "Checkpoint" als ein gemeinsam besuchtes Seminar: In der freien Wildbahn dauert es Monate bis Jahre, bis man einen Menschen in all den Facetten erlebt hat, wie es hier an nur einem Wochenende möglich ist... Und die unvergesslichen gemeinsamen Erlebnisse aus einem Workshop können ein Paar auf einer ganz tiefen Ebene verbinden.
 

Ich würde es ja gern mal versuchen, aber ich habe Angst, dass bei so einem Seminar etwas passiert, was ich nicht will...

Ein Ziel des Tantra ist, sich für andere öffnen zu können.
Das kann man freilich erst dann ohne Angst tun, wenn man gelernt hat, die eigenen Grenzen zu erkennen, anzuerkennen und anderen klar zu vermitteln. Und genau dafür bietet dir eine Gruppe den liebevollen Rahmen: Du kannst üben, NEIN zu sagen, wenn etwas für dich gerade nicht passt, und machst dabei die Entdeckung, dass daraufhin keine "Bestrafung" folgt - du darfst so sein, wie du bist, und die anderen sind dir dankbar für das klare Aufzeigen deiner Grenzen.
 

Muß ich mich da ausziehen?

"Müssen" tust du überhaupt nichts bei einem Seminar. Zum mitmachen bei den Übungen entscheidest du dich freiwillig. Außerden ist dieses Thema bei den Einsteigerseminaren nicht aktuell.
Was durchaus sein kann ist, dass bei Seminaren mit höherem Level TeilnehmerInnen auf Grund iher zunehmenden Lockerheit ihre Kleidung der Raumtemperatur anpassen (d.h. leichter bekleidet sind, wenn es warm ist).
 

 

» Als Paar

Ich lebe in einer Partnerschaft.
Sollen wir die Seminare gemeinsam oder getrennt besuchen?

Beide Varianten haben ihre Vorteile - es kommt drauf an, worauf ihr fokussieren möchtet. Wollt ihr erstmal sehen, wie es sich für jeden von euch anspürt, individueller Teil einer Gruppe zu sein, ohne mit dem halben Herzen immer nach dem Partner zu schielen, ist es günstig, die eine oder andere Veranstaltung getrennt zu besuchen.
Wollt ihr erkunden, wie es euch geht, wenn sich - neben den laufenden Gruppen- und Individualprozessen - vielleicht auch Themen wie Un/Abhängigkeit, persönlicher Freiraum oder Eifersucht melden, um sie euch bewusst und gemeinsam anschauen zu können, ist es empfehlenswert, zu zweit zu kommen.
Die Erfahrung zeigt, dass ein Jahrestraining mit dem Partner zwar herausfordernd ist, aber langfristig eine tiefe Verbundenheit erzeugt, die die Paare als sehr beglückend beschreiben.
 

Wir sind ein Paar und möchten nur miteinander Übungen machen.

Paar-Sein ist etwas Besonderes, und es ist nur zu verständlich, dass viele den Fokus auf die Entwicklung ihrer eigenen Beziehung legen wollen. Das Üben mit anderen scheint da widersprüchlich zu sein, denn - lenkt es nicht von der Partnerschaft ab?
Für viele ist daher ein Einstieg wichtig, der die ausschließliche Hinwendung auf den/die LiebsteN fördert. Dazu können wir euch den Zyklus Paar-Weise und das Wochenend-Seminar Erotic Touch 1 empfehlen: Hier bist du ausschließlich mit dem Nähren, Erforschen und Vertiefen deiner Beziehung beschäftigt.
 

Wir möchten als Paar ein Seminar besuchen. Welches eignet sich dazu?

Wenn der Fokus auf eurer Beziehung liegen soll, sind die drei Wochenend-Seminare der Serie Paar-Weise bestens geeignet. Die drei Teile haben unterschiedliche Schwerpunkte und können unabhängig voneinander ohne Vorkenntnisse besucht werden.
Das Paar-Seminar Erotic Touch 1 hat das Thema Berührung als Schwerpunkt. Für dieses Seminar ist tantrische Vorerfahrung erforderlich.
 

 

» Bei einem Seminar

Was genau versteht ihr unter dem Begriff Selbsterfahrung?

Selbsterfahrung bedeutet, sich statt nach außen zu wenden und dort Dinge zu bewirken, Wünsche zu erfüllen, Hoffnungen zu verfolgen und Unangenehmem auszuweichen, nach innen zu wenden. Sich dem eigenen Innenleben zu widmen bedeutet, sich selbst besser kennenzulernen und dadurch zu erkennen, was dir WIRKLICH wichtig ist im Leben (ist es die Anerkennung von außen? Das neueste iPhone? Gelassenheit in stressigen Situationen?
Die hübscheste Freundin? Die Unabhängigkeit von der Meinung anderer? Beliebt sein
und geliebt werden?).
Während eines Seminars hast du Gelegenheit, dich besser wahrzunehmen als sonst im Alltag. Hier gibt es wenig Ablenkung und "Füllmaterial" wie Telefon, Fernsehen, Fortgehen, Einkaufen, Kochen, Familie, Haustiere etc. Dadurch richtet sich deine Aufmerksamkeit ungehinderter auf dich selbst: Es fällt leichter, dir selber zuzusehen, wie du dich in den verschiedensten Situationen verhältst. Was im Alltag kaum möglich ist, gelingt hier: du nimmst nach und nach immer mehr von deinen Gedanken, Gefühlen und Reaktionen wahr.
So werden deine ganz individuellen Verhaltensmuster erkennbar und du bekommst die Chance, diejenigen umzuformen, die du als hinderlich identifiziert hast.
 

Und was mach ich dann mit meiner Selbsterfahrung?


  • Du weißt dank Selbsterfahrung, wo du in deinem Leben stehst: Was du schon gemeistert hast und welche Lektionen noch nicht so gut sitzen (vielleicht hast du gelernt, geduldiger mit dir und anderen zu sein, aber dein Perfektionismus macht dir und deiner Umgebung nach wie vor zu schaffen.)
  • Du kommst deinen eigenen, automatisierten Mustern immer mehr auf die Schliche und kannst so
  • immer deutlicher erkennen, wie du durch dein Verhalten dein Leben gestaltest.
  • Auf einer fortgeschrittenen Stufe der Selbsterfahrung wird dir klar, dass alles, was dir geschieht, mit dir zu tun hat - das wirkt sowohl entlastend als auch motivierend :-).
 

Wer ist dieser "Beobachter", von dem ihr oft sprecht?

Du kannst dir darunter eine neutrale Instanz vorstellen - einen Teil deiner eigenen Aufmerksamkeit, die deine Gedanken, Gefühle, Reaktionen und deine körperlichen Signale aufmerksam wahrnimmt. Dieser Beobachter ist völlig neutral und sachlich, frei von Emotion und Bewertung, ähnlich wie eine Webcam ein Geschehen einfängt.
Der Beobachter unterstützt dich beim Reflektieren und bei der Analyse schwieriger Situationen. Vor allem bei sehr emotionalen Abläufen kann er dir helfen, einen klärenden Blick auf das turbulente Geschehen zu werfen, etwa wenn du Streit mit deinem Liebsten hast, dein Kind sich etwas gebrochen hat, dein Autoschlüssel fort ist oder du am Arbeitsplatz gemobbt wirst.
Dein Beobachter liefert dir einen Strom an wertfreier Information darüber, was gerade läuft. Mit dieser Information bist du immer besser imstande, aufwallende Gefühle des Zorns, der Frustration, der Eifersucht, Gekränktheit etc. zu verstehen und so umzuwandeln, dass sie keinen Schaden anrichten.
 

Was wenn ich merke dass es zu schwierig wird, eine Übung mitzumachen?

Alle unsere Seminare sind so gedacht, dass sie von A bis Z Spaß machen. Solltest du an irgendeinem Punkt keinen Spaß an den Übungen haben, bist du an einer deiner Grenzen angelangt. Das ist gut so :-). Nun kannst du üben, mit deinen Grenzen achtsam umzugehen:

  • sie erstmal überhaupt erkennen
  • sich darüber mitteilen: "Das geht für mich jetzt nicht"
  • klar Nein sagen lernen
  • dein Nein im geschützten Rahmen der Gruppe üben
  • Erkennen, worum es eigentlich geht - vor welcher (schon früher geschehenen) Verletzung dich deine Grenze schützen soll
  • Sich an die Heilung dieser Verletzung machen
  • Behutsam deine Grenzen erweitern
  • Diesen neuen, freien Lebensbereich in Besitz nehmen und mit Freude füllen.
Bei all diesen Entwicklungsschritten können dir Selbsterfahrungsseminare bzw. auch individuelle Begleitung gute Dienste leisten.

Was wenn ich Unterstützung brauchen würde?

Als Teilnehmer_in stehst im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Deshalb stehen wir rund um die Uhr zur Verfügung, auch außerhalb der eigentlichen Seminarzeiten, um dringende Fragen zu beantworten oder allfällige Tiefs abzufangen und rasch aufzulösen.
 

 

» Nach einem Seminar

Meine ganz persönlichen Themen beschäftigen mich auch nach dem Seminar

Solltest du das Gefühl haben, mit deinen Themen nicht gut zurechtzukommen, kannst du uns auch im Anschluß an ein Seminar kontaktieren. Vieles läßt sich in einem kurzen Gespräch per Telefon bzw. über Skype klären.

Ich möchte mit meinen Themen auch über das Seminar hinaus arbeiten. Kann ich auch weiterhin Unterstützung bekommen?

Solltest du eine umfangreiche persönliche Unterstützung bzw. Begleitung haben wollen, sind wir gerne für dich da. Unter Einzelarbeit findest du unser Angebot an persönlicher Unterstützung.

 

» Zum Seminarprogramm

Ich hab noch nie etwas mit Tantra gemacht.
Für welche Veranstaltungen brauche ich keine Vorkenntnisse?

Zum Hineinschnuppern und ein erstes Kennenlernen eignet sich am besten unser Kurzseminar (10:00 - ca. 20:00), der Schnuppertag.

Für einen besonders sanften Einstieg mit etwas größerem Zeitrahmen eignen sich die folgenden Seminare:

    Achtsam statt einsam (Tantra-Einführungsseminar)
    Sinnesfreuden (Tantra-Einführungsseminar)
    Tanz der Energien (Tanz, Begegnung und sprühende Lebensfreude)
    Summer Waves (Tantra + Meer)
    Befreites Herz (Das Geheimnis der Weiblichkeit: tantrische Frauengruppe)
    Tiger Lillies (Tantrische Frauengruppe)
    Männersache 1 (Wann ist mann ein Mann -?).

Für ein tieferes Eintauchen, besonders für Menschen mit Gruppenerfahrung, empfiehlt sich eines unserer Seminare für Einsteiger mit Vorkenntnissen:

    Tantra-Basisseminar (Atem, Energie & Co)
    Höhenflug (Basisseminar ist Voraussetzung!)
 
 

Gibt es bei euch auch ein Jahrestraining?

Ja; bei uns heißt es Der Große Bogen und gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Einzelveranstaltungen, die innerhalb eines Jahres angesetzt sind.
 

Wie gehts denn nach dem Großen Bogen weiter?

Der letzte Teil des Jahrestrainings "Der Große Bogen " ermöglicht einen Ausblick auf  den ersten Teil des Ritualwegs. So schließt sich ein Kreis und es öffnet sich ein neuer für jene, die herausfinden wollen, was es noch alles zu entdecken gibt.
Solltest du den unbändigen Wunsch haben, das, was du hier gelernt und erfahren hast, auch an andere weiterzugeben, so kannst du dich nach dem 3. Teil des Ritualwegs um einen Platz bei der Ausbildung zum diplomierten Namaste-Tantralehrer/ zur diplomierten Namaste-Tantralehrerin bewerben.
 

Wozu habt ihr dieses komplizierte Level-System? Ich kann doch auch woanders diese Level erreichen.

Das Levelsystem haben wir eingeführt, nachdem wir gesehen haben, dass Teilnehmer_innen ohne entsprechende Vorerfahrung mit den Herausforderungen fortgeschrittenerer Seminare keine Freude hatten. Es ist uns ein Herzensanliegen, möglichst maßgeschneiderte Erfahrungen zu vermitteln (es gibt eine Zeit fürs Einmaleins und eine für Gleichungen mit drei Unbekannten). Daher werden wir dir jenes Seminar empfehlen, das deinem Thema, deiner Lebenssituation und deiner Vorerfahrung am besten entspricht; so kannst du das Maximum an Wachstum, Erkenntnis und Erfahrung für dich herausholen. Fortgeschrittene von Schulen, die vergleichbare Methoden und Zugänge anbieten wie wir, können nach Rücksprache auch auf einem entsprechend höheren Level einsteigen.
 

 

» Allgemeines

Gruppen machen mir Stress. Kann ich Tantra auch im Einzel-Unterricht lernen?

Tantra zu lernen ohne den Rückhalt, die Spiegelwirkung und das Feedback der Gruppe ist wie Skifahren ohne Schnee. Sicher, es ist möglich. Bringt es die höchstmögliche Freude, gepaart mit optimalem Lernen und Erleben und der ganzen Palette des Möglichen? Kaum.
Deshalb setzen wir ganz bewusst auf Gruppenarbeit, da sie das maximale Erfahrungspotenzial mit minimalen Kosten kombiniert.
Manchmal ist jedoch - wenn der Gruppenstress wirklich groß ist - die eine oder andere Einzelsession vor dem Einstieg hilfreich. Wir sind gerne bereit, dir mit unserem breiten Angebot an Begleit-Varianten zur Seite zu stehen!
 

Ich habe woanders Tantra-Seminare besucht. Kann ich jetzt bei euch als "Fortgeschrittener" einsteigen?

Gerne! Dazu ist jedoch ein persönliches Gespräch und ein Kennenlernen im Rahmen zB. eines Schnuppertages notwendig.
 

Wie alt sind denn die SeminarteilnehmerInnen?
Bin ich vielleicht schon zu alt?

Die meisten SeminarteilnehmerInnen sind zwischen 35 und 55 Jahre alt. Der Altersdurchnitt liegt bei ca. 45 Jahren. Die Frage "Bin ich zu jung?" stellt sich nicht, da beobachtbarerweise die Menschen erst ab ca. 35 Jahren beginnen, sich Gedanken über das Leben zu machen, bzw. Bilanz aus ihren eigenen Erfahrungen zu ziehen und dadurch die Bereitschaft steigt, in einen persönlichen Wachstumsprozess mittels Selbsterfahrung einzusteigen. So gesehen sind daher TeilnehmerInnen zwischen 20 und 28 eher eine Ausnahme.
Nach oben gibt es keine Altersbeschränkung (unser ältester Teilnehmer am Großen Bogen war über 70); man sollte jedoch halbwegs beweglich sein, um die Seminare besuchen zu können, da wir doch viel Körperarbeit und Bewegung einbauen.
 

Aus welchen sozialen Schichten kommen die Teilnehmer und wie funktioniert es mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Teilnehmer (reich/arm, Hilfsarbeiter/ Manager, usw.)?

Diese Frage stellt sich in der Praxis nicht.
Sie sind im Schnitt 35-55 Jahre alt und kommen aus den verschiedensten Bereichen. Wieviel jeder einzelne verdient ist weder ersichtlich noch wesentlich; entscheidend ist vielmehr, ob er/sie zu sich selbst steht oder stehen lernen will.
 

Ich habe keine Lust, mich grapschenden Männerhänden auszusetzen.
Wie kann ich mich trotzdem mit Tantra befassen?

Die Befürchtung, dass Tantra etwas mit Grapschen zu tun hat, haben viele Frauen.  Die Angst wird am besten durch eigene Erfahrung aufgelöst: Nämlich die, dass es bei tantrischen Veranstaltungen um die Kunst der achtsamen Begegnung geht, in der die zutiefst menschliche Sehnsucht nach Berührung ganz neue Wege findet, sich zu erfüllen.
Für jene unter den Frauen, die beim Einstieg in die Zauberwelt des Tantra den vertrauten Kreis von Frauen bevorzugen, gibt es die Frauengruppen " Befreites Herz " und " Tiger Lillies ", in der sie Vertrauen zu sich selbst und zu anderen Frauen schöpfen können: Nur aus dem Selbstvertrauen erwächst das Vertrauen in andere - und erst dann kann sich allmählich auch Vertrauen zu Männern entwickeln!
 

Es soll schon so manches Paar gegeben haben, das sich bei Tantra-Seminaren kennengelernt hat und die heute so glücklich sind wie in keiner Beziehung zuvor. Stimmt das?

Jein. Tantra ist keine Garantie für gelingende Partnerschaften, und Tantra-Seminare sind nicht als Partnerbörse gedacht. Beziehung ist kein tantrisches Ziel; Ziel ist die höchstmögliche persönliche Entwicklung.
Dass sich dabei oft eine innere Haltung einstellt, die für glückliche Partnerschaften förderlich ist, ist eine erfreuliche Nebenwirkung die, ja, immer wieder zu beobachten ist :-).
 

Warum macht ihr eure Gruppen so selten in Wien - für mich wäre das praktisch, da könnte ich zu Hause schlafen -?

In einer tantrischen Gruppe kommt es bereits nach kürzester Zeit zu einem innigen Gefühl der Zusammengehörigkeit, den viele so noch nie erlebt haben. Jeder bleibt ein Individuum mit seinem Freiraum, und doch ist die Gruppe ein tragendes Ganzes, das einen schützenden Rahmen für die persönlichen Prozesse bietet.
Um dieses Ganze nicht zu zersplittern, hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Gruppe auch über Nacht unter einem Dach beisammenzulassen.
Weiters ist es erfahrungsgemäß nicht empfehlenswert, aus dem tantrischen Spüren unvermittelt herausgerissen zu werden und in den Alltag mit Kindern, Hund und verstopften Abflüssen hineinzuplatzen - selbst wenn es nur zum Schlafen ist.
Und schließlich: Wir zeigen bei unseren Veranstaltungen neue Wege zum Ich auf.  Neue Wege aber sieht und probiert man leichter, wenn auch die Umgebung eine ganz neue ist und der Seminarort auch räumlich/zeitlich erstmal erreicht werden muss.
 

Was passiert wirklich auf der sexuellen Basis?

Nur das, was du selbst willst.
Sexuelle Interaktion im gewohnten Sinne ist nicht Inhalt der Übungen; energetisch-sinnliche (Augenkontakt, Berührung, Atemübungen,...) dafür sehr wohl.
Du hast auch jederzeit die Möglichkeit, eine Übung so abzuwandeln, dass sie für dich passt, und kannst sicher sein, dass du genau so sein darfst, wie du gerade bist, und genau so angenommen und respektiert wirst.
Das gilt ebenso für den Ritualweg, der auf einem klassischen tantrischen Ritual beruht und sexuelle Energie - die Grundlage des Lebens überhaupt - respektvoll als Fahrzeug verwendet, um neue Räume des Erlebens und Erfahrens zu öffnen.
 

Tantra... Ist das nicht das, wo man aus sich herausgehen muss?

MÜSSEN tust du gar nichts!
Du wirst bei einem Workshop nur immer wieder eingeladen, dich auf das wohl größte Abenteuer einzulassen, das es für uns Menschen gibt: Sich nach innen zu wenden, alten Schrott über Bord zu werfen, sich selbst anzunehmen, auf sich selbst einzugehen... um dann auf einer ganz neuen Ebene aus sich heraus- und auf das DU zugehen zu können.
 

Ich möchte so schnell es geht möglichst viel erfahren und die Stufen der Seminare so schnell wie möglich durchlaufen. Spricht etwas dagegen?

Das tantrische Erleben ist nicht etwas, was man sich wie Lernstoff "reinziehen" kann. Es hat viel mit sich-Einlassen und Spüren zu tun. Du bist eingeladen, deine vielen Masken langsam abzulegen, dich selbst - vielleicht zum ersten Mal - so zu sehen, wie du wirklich bist, mit all deinen Mängeln und all deiner Liebenswürdigkeit; du hast Gelegenheit, dich und andere annehmen zu lernen, liebevolle Nachsicht zu üben mit den Unzulänglichkeiten in dir und um dich herum, das unsagbar Schöne zu erahnen in allem, was ist, zu erfahren, daß der andere immer nur Spiegel deiner selbst ist - alles in allem, ein gut Ding, das Weile braucht.
Viele unserer TeilnehmerInnen machen eine Ausbildungsstufe drei-, vier-, ja auch fünfmal! Es ist nämlich jedesmal anders, da du dich ja selbst veränderst, die  TeilnehmerInnen andere sind, der Seminarinhalt auch leicht variiert... Und du hast bei einer allmählichen Vorgehensweise die besten Chancen, das Erlebte nicht bloß wie einen tollen Film zu konsumieren, sondern wirklich im Körper und im Herzen zu verankern.
 

Ich höre immer, dass es wichtig ist, "an sich zu arbeiten". Was heißt das genau?

Es bedeutet, dich den für dich brennenden Themen voll zuzuwenden und ihnen einen Teil deiner Zeit und Energie zu widmen. Damit es losgehen kann, brauchst du folgendes:

  • "Problembewusstsein", das heißt, du weißt dass es da etwas gibt, das dich von deinem vollen Potenzial trennt, und das du dir näher anschauen willst.
  • Du bist entschlossen, eine Veränderung zu bewirken.
  • Du nützt Methoden zur Selbsterfahrung, um Informationen über dich und das Thema zu sammeln.
  • Nach und nach erkennst du, worum es eigentlich tatsächlich geht. (Was z.B. zu Beginn wie heftiger Zorn auf die Eltern aussieht, kann sich zuletzt als tiefe Traurigkeit über mangelnde elterliche Zuwendung herausstellen.)
  • Du wählst geeignete Methoden, um eine Veränderung in die von dir gewünschte Richtung einzuleiten.
Dann machst du dich an die Arbeit - so als würdest du ein Projekt verfolgen: Ein Haus bauen, eine Sprache lernen oder ein Computerspiel bis zum höchsten Level spielen.
Alle unsere Seminare widmen sich ausführlich diesen Bereichen und stellen eine Vielzahl an Werkzeugen zur Verfügung, die dich auf deiner Abenteuerreise zu dir selbst unterstützen.
 

 

 

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